++ Heute: Karin Walter-Mommerts Riverdale Z. (Hanna Lähdekorpi) und Timecatcher (Carl Johan Jepson) sowie Heavenly Laday (Conrad Lugauer) in Axevalla - Beginn 13:00 Uhr - Stall Habos Hooper des Chasses mit Yannick Alain Briand in einem 33.000er Course D in Hyeres (16:07 Uhr) ++ ++ Heute: Bayerischer Run auf Wels - Christoph Fischer mit Gina CG und Escada, Andreas Geineder mit Just Repeat und Red Like, Marisa Bock mit Princess Cat, Shadow of Night, Sven von Haithabu und Emmi Lou CG, Robert Pletschacher mit Favara Star, Ipanema Girl, Elisa Kronos und Hanke Palace Green, Anja Biss mit Musica Venus, Leopold Lindner mit Finch Hatton TU und Intouchable (ab 15:00 Uhr) ++ ++ Heute: Vier C-Bahn-Rennen im niederbayerischen Pocking- Beginn 13:30 Uhr ++ ++ Montag: PMU-Matinée in München mit sieben Rennen und den ersten deutschen Zweijährigen-Qualis ab 11:35 Uhr ++ ++ Mittwoch: Vier PMU- und zwei Rahmenrennen in Gelsenkirchen (Beginn 11:20 Uhr) - Am Abend beginnt das Hooksiel-Meeting mit sieben Prüfungen ab 18:00 Uhr ++
Raffins Spiel mit dem Feuer
21. September 2023

Feurs, Mittwoch, 20. September 2023. Die Serie der lokalen Grand Prix wurde fortgesetzt mit jenem du Centre Est, der sonst fünf Wochen später auf dem französischen Traber-Spielplan gestanden hat. Nach fünf Jahren - Sieger 2018 war ein gewisser Bold Eagle - war mal wieder das 8.000-Seelen-Nest Feurs rund 50 Kilometer westlich Lyons an der Reihe.

Die 2.850 Meter weite Aufgabe auf dem 1.300 Meter langen Linkskurs des Hippodrome du Parc schien eine perfekt ausgesuchte Aufgabe für Horsy Dream. Für eine der Entdeckungen des letzten Vincenner Winter-Meetings, bei dem er allein 332.000 seiner aktuell 632.070 Euro gebunkert hatte und damit der fünftbeste aller „Trotteurs“ war, sah es blendend aus.

Zwei frische und überzeugende Siege, nur acht nicht übermäßig furchterregende Kontrahenten, keine Zulage, dazu Lieblingsfahrer Eric Raffin an Bord, rundum mit leichtem Beschlag versehen hatte er auch schon Großtaten vollbracht - die 45.000 Euro für Platz eins schienen für den Sechsjährigen gemäht und brauchten nur noch aufgeladen zu werden.

Dafür, dass es dennoch zu einer bis zum letzten Meter spannenden Kiste mit einem Happy-End für den 16:10-Favoriten wurde, trug vor allem Raffin selbst bei, der dem Schmuckstück von Trainer Pierre Belloche vor Beginn des Pariser Winters mit dem Prix d’Amérique 2024 als erklärtem Ziel kein hartes Match angedeihen lassen wollte.

Das wäre beinahe in die Hose gegangen, denn hinter dem sofort das Kommando an sich reißenden Gamay de l’Iton dirigierte Raffin den Scipion-du-Goutier-Sohn ausgangs der ersten Kurve aus freien Stücken vor Eric the Eel, Echo de Chanlecy und Eden Basque an die Innenkante. Als nach einer Runde Delfino mit Fairplay d’Urzy und Happy Valley im Gepäck außen aufzog, schnappte die Falle, und fortan hatten weder François Lagadeuc noch Mathieu Mottier das geringste Interesse an übermäßig kernigem Tempo.

Zum Glück für den wohlverpackten Horsy Dream hielt Delfino beim zweiten Auftritt nach zehn Monaten Auszeit seinen Part nicht durch, so dass Gamay de l’Iton zu Beginn der Zielgeraden dann doch Fersengeld geben musste. Dabei schrägte der Bird-Parker-Sohn so weit nach außen, dass nicht nur Horsy Dream, sondern auch Eric the Eel innen entlang ihre Pfunde in die Waagschale werfen konnten.

Im Kampf bis zur Linie erwiesen sich die zusätzlichen Meter für Gamay de l’Iton als Knackpunkt, der ihm nur „Bronze“ ließ. So schwungvoll sich der dänische „Aal“ ganz innen durchschlängelte, reichte es nicht ganz, den Favoriten zu kippen, der den Kopf um eben diesen Abstand gerade so aus der Schlinge zog. Der 18. Sieg machte ihn um 45.000 Euro reicher; mit 677.070 Euro wird’s für ihn in die nächste Schlacht gehen.

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Längst nicht so fetzig wie in ihren besten Tagen präsentierte sich die einstige Speed-Kanone Happy Valley, die drei Längen hinter dem Trio furioso den Rest, aus dem sich Doux Parfum am Start mit einer ausgiebigen Galoppade abgemeldet hatte, ins Ziel führte.

„Ich wollte Horsy verdeckt fahren und hoffte, hinter Gamay de l’Iton frei zu kommen. Dass er mir unfreiwillig Platz schuf, machte es für mich einfacher, aber ich war froh, als der Pfosten erreicht war. Mein Hintermann Eric the Eel entpuppte sich als ausgesprochen zäher Bursche. Auf der Gegengeraden war das Geläuf ziemlich mullig, was beschlagene Pferde eher stört. Mein Hengst ist ein Klassepferd, das auch diese Situation prima gemeistert hat“, erklärte Raffin, der zum Mister hundert Prozent wurde: Allein für diese Fahrt war der 41-jährige „Sulky d’Or“ in Frankreichs Osten aufgekreuzt.

Grand Prix du Centre-Est (Gruppe III int., Sechs- bis Zehnj.)

2850m Bänderstart, 25m Zulage ab 675.000 Euro (unbesetzt); 100.000 Euro

1.      Horsy Dream                  2850   13,7     Eric Raffin                           16

         6j.br. Hengst von Scipion du Goutier a.d. Bonanza du Closet von Prince Gédé

         Be: Ecurie du Closet (Sylvain und Thomas François & Yann Pottier); Zü: Jean-Marie Deschamps; Tr: Pierre Belloche

2.      Eric the Eel                      2850   13,7     Franck Nivard                    99

3.      Gamay de l‘Iton              2850   13,7     François Lagadeuc           76

4.      Happy Valley                  2850   13,9     Jean-Philippe Dubois      59

5.      Echo de Chanlecy         2850   14,1     Tony Le Beller                 290

6.      Delfino                             2850   14,1     Mathieu Mottier               170

7.      Fairplay d’Urzy               2850   14,2     Anthony Barrier               570

8.      Eden Basque                  2850   14,2     Nicolas Ensch                 730

         Doux Parfum                  2850   dis.r.    Anthony Tintillier             320

Sieg: 16; Richter: Kampf Kopf - Kopf - 3 - 2 - k.Kopf - 1 - 1 Länge; 9 liefen

Wert: 45.000 - 25.000 - 14.000 - 8.000 - 5.000 - 2.000 - 1.000 Euro

Video: https://www.letrot.com/courses/2023-09-20/4201/7